St. Pauli brennt!

von Ocean Stereo

Wow – Full House auf St. Pauli – ein perfektes Heimspiel! Was war das bitte für ein Abend? Zwischen Herzrasen, Konzert-Absage und Andrenalin- Ausschuss war beim Konzertabend im Grünen Jäger alles dabei. Aber erstmal ganz von vorn:

Durchgeprobt & voll gepackt machten wir uns auf den Weg in die musikalische Schaltzentrale St. Pauli’s – den Grünen Jäger. 18.00 Uhr war Aufbau / Soundcheck und man soll es kaum glauben: Die komplette Band war pünktlich vor Ort! Etwas Neues für uns, an das wir uns schleunigst gewöhnen sollten. Nun denn, wir wurden freundlich empfangen & prompt in die Tiefen des Backstage-Bereichs gelotst. Nachdem wir erstmal die Sofas auf Sitztauglichkeit, die Lampen auf ihre Leuchtfunktion und das Catering auf den Geschmack überprüft hatten, stellten wir schnell fest :“ Hier will ich sein, hier will ich bleiben !“

Der Abend konnte somit seinen Lauf nehmen. Wir waren voller Vorfreude und begaben uns nach dem Aufbau direkt auf die Bühne zum Soundcheck – Während Nils noch auf der Suche nach einer geeigneten Sitzmöglichkeit war, Gerdy die letzten Strophen des neuen Songs verinnerlichte, Chris die letzten Schrauben anbrachte, Reemko den Laden erkundete, drehte Tarek seinen Gitarren-Amp erstmal bis zum Anschlag auf und kommentierte dies mit den Worten :“ Hört ihr mich? Ich hör mich nicht“.

Nachdem wir nun auch dem Tonmann das ein oder andere Schmunzeln mit unserem geplanten Chaos ins Gesicht gezaubert hatten, tat dieser selbiges mit seiner Bühnen – Abmischung. Nach 1-2 Liedern  war alles klar : Der Sound ist top, wir müssen nun schleunigst wieder in den Backstage- Bereich, da es dort reichlich Wurst, Käse & Chips gab. Man sollte in diesem Zusammenhang wissen, dass bei uns im Proberaum zum üblichen Bierkonsum gerne auch mal eine Bockwurst verschlungen wird.

20 Uhr – Einlass: Bei einem kühlen Bier beobachteten wir die strömenden Massen und waren überwältigt davon, dass der Club nur wenige Minute nach dem Einlass bereits bis zum Rand gefüllt war. Dies lag sicherlich auch an den Jungs von Bangkok Radio, die ebenso die Werbetrommel für den Abend rührten. Nichts desto trotz waren viele bekannte Gesichter dabei ! 30 Minuten vor Beginn der Vorband kam dann die Streckensmeldung, die uns alle vom Stuhl haute:“ Die Monitor-Boxen sind durchgebrannt“. Weder wir, noch der Tontechniker erkannten das Problem und so zog sich Minute um Minute, ohne Klarheit und Gewissheit, ob wir den Gig vielleicht absagen müssen. Es waren noch 5 Minuten Zeit, als der Musiker-Engel vom Himmel herabschwebte & durch wundersame Weise die Technik in Gang brachte.

Während nun die Vorband das Publikum einheizte, taten wir für uns selbiges im Backstage Bereich. Zwischen einsingen, spontanen Rap-Einlagen und E-Gitarren Solo-Übungen ohne Verstärker haben wir alles noch mal durchgespielt. Um 21.40 konnten wir dann endlich die Bühne betreten!

Wir waren völlig geflasht von der Masse an Zuschauern und spielten anfangs unser neu komponiertes Intro. Yeah, check das lief schon mal super ! Nach einigen weiteren Songs merkten wir sofort, dass das Publikum richtig gut drauf ist. Wir gaben alles. Nils musste des öfteren den Schweiß von den Tasten wischen und Chris hätte am liebsten nach jedem Song seine Sticks ins tobende Publikum geschmissen. Absoluter Höhepunkt für uns bei diesem Auftritt war die Performance von City Lights. Einer unserer emotionalsten Songs wurde wortwörtlich zu einem Feuerwerk der Leidenschaft. Auf einmal blitzten überall die Wunderkerzen hervor & im Raum herrschte Totenstille.

Wir spielten unaufhaltsam bis 22.45 Uhr weiter und merkten schnell, dass sich das viele Proben vor dem Gig bezahlt gemacht hat. Spontane Gesangseinlagen funktionierten reibungslos und sogar das männliche Publikum traute sich diesmal ihre Stimmbänder zu dehnen. Und das Klang garnicht mal so schlecht ! In diesem Sinne nochmal: Vielen Dank an alle die mit uns gestern so abgefeiert haben.Um 00.00 Uhr war dann Schicht im Schacht & wir 5 verließen den Laden mit einem breiten Grinsen.

Alles in Allem hatte dieser Abend einiges zu bieten und wir werden dieses Konzert noch lange in Erinnerung behalten.

Cheers,

Nils || Ocean Stereo

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